Die Bretagne ist ca. 750 bis 1700 km von Deutschland entfernt, je nach Wohn-
und Urlaubsort. Auch wenn es unmöglich ist, sie während einiger Wochen in ihrer
Gesamtheit erkunden zu wollen, ist das Auto eines der bequemsten Verkehrsmittel. Autobahnen sind meist
gebührenpflichtig, blaue Schilder mit der Aufschrift gare de "péage" kennzeichen die Mautstationen. In den meisten Fällen zieht man zu Beginn eines
mautpflichtigen Abschnitts zunächst ein Ticket und muss dieses an der Station am Ende der Mautstrecke wieder abgeben und dann die entsprechende Gebühr entrichten.
Grüne Pfeile (alt) oder Symbol der Karte mit dem € Zeichen in der Farbe rose lila (neu) oben an den Stationen zeigen die Fahrspuren an die mit Personal besetzt sind
bzw. einen in Betrieb befindlichen Automaten. Meist wird hier auch schon angezeigt womit bezahlt werden kann. Als Zahlungsmittel werden Kreditkarten wie Eurocard/Mastercard,
Visa und die meisten Tankkarten (Total, DKV, UTA) akzeptiert. EC Karten werden nicht akzeptiert. Im Falle einer Panne kann der Abschleppdienst nur über Notrufsäulen
gerufen werden.
Die Route über Paris
Die meisten Urlauber aus Deutschland wird die Fahrt in die Bretagne über
Paris führen. Aus Norddeutschland und NRW zunächst Richtung Aachen nach der deutsch–belgischen
Grenze Richtung Liège → Mons → Charleroi → Namur
bis zum französischen Grenzübergang Valenciennes fahren. Auf der Autobahn stehen die Hinweisschilder
für alle an der Strecke liegenden Tankstellen mit Kilometerangaben und Kraftstoffpreisen, so
dass man seine Tankstops auf dem Weg in die Bretagne gut planen kann. Entweder man umfährt die Stadt
Paris weiträumig auf dem Südlichen Autobahnring (N 104), oder man wagt sich auf den inneren Ring.
Von Paris aus führt die Autobahn A 10/A 11 (l´Océane) über Chartres nach Le Mans
und teilt sich dort in Richtung Rennes (Paris–Rennes ca. 350 km) und Nantes. Kurz vor Rennes
endet die auf französischen Autobahnen allgemein gültige Autobahngebührpflicht.
In der Bretagne selbst sind zweispurigen Schnellstraßen, die wichtigsten Städte
verbinden (St–Brieuc, Brest, Quimper, Vannes, Rennes, Auray und Nantes) gebührenfrei.
Die Autobahngebühr für reisende aus NRW beträgt bis Nantes 49,50 € (Stand Januar 2013).
Wer von Paris aus die Maut sparen will, kann über die nördlich der
A 11 verlaufende Nationalstraße N 12 (Versailles, Dreux, Aleçon, Mayenne und Laval)
anreisen. Auf diesem Weg erreicht man als ersten größeren Ort auf bretonischem Gebiet die alte
Festungsstadt Fougères 48 km nordöstlich von Rennes.
Die nördliche Route über die Normandie
Die Route über die Picardie und Normandie führt über die Städte Amiens
(A29), Le Havre, Caen [ zwischen Le Havre und Caen führt die A 29 über die im Jan. 1995 nach sechs Jahren Bauzeit
fertig gestellte Seinebrücke " Pont de Normandie ". Sie hat eine Gesamtlänge von 2.141,25 m und eine Hauptspannweite von 856 m.
Die Pylone mit einer Höhe von 214 m in Form eines umgekehrten Ypsilon lassen schon von weitem ein gigantisches Bauwerk erahnen. Vor der Brücke ist ein Parkplatz.
Man kann zu Fuß zur Brücke gehen und hat einen wunderschönen Blick auf die Seine–Mündung ] und Avranches auf der gut ausgebauten N 175
zum Mont St–Michel, der an der Grenze zur Bretagne noch auf dem Gebiet der Normandie liegt. Die Benutzung der insgesamt ca. 300 Mill. Euro teuren Brücke ist
gebührenpflichtig und kostete für einen PKW ab Februar 2014 pro Überfahrt 5,40 Euro. Die Autobahngebühr für reisende aus NRW für Pkw inklusive
Pont de Normandie beträgt 30,80 € (Stand Februar 2014).
Information über das Bauwerk
Pont de Normandie und die
Mautgebühr.
Auf der Reise in die Bretagne, die durch die Normandie führt, liegt Forges les eaux ungefähr 15 km von der Autobahn A28 entfernt auf
halber Strecke zwischen NRW und der Bretagne, ein guter Zeitpunkt für eine Übernachtung.
Die Webseite des Hotels La Paix finden Sie hier. Gästen stehen ein Ruhegarten und ein nachts abgeschlossener Privatparkplatz mit 35 Plätzen zur Verfügung.
Die Buchung ist direkt über Internet per eMail möglich oder über Logis de France.
Die Route entlang der Loire
Eine noch schönere Anreise in die Bretagne ist die Route entlang den Ufern der Loire über Paris, Orleans und
Tours nach Nantes und von dort aus nach Brest.
Die Loire ist mit insgesamt 1020 km der längste Fluß Frankreichs. Sie entspringt dem Zentralmassiv Frankreichs
und mündet bei St. Nazaire in den Atlantik. Ihr ungezähmtes Flußbett mit den zahlreichen Sandbänken
hat seine Ursprünglichkeit bewahrt. Kulturhistorisch interessant ist der Abschnitt zwischen Orléans und Nantes
mit einer Vielzahl von Schlössern (Chambord, Chenonceaux) und historischen Städten. Die liebliche Landschaft des
Loiretales mit ihrem milden Klima wird zu Recht als "Garten Frankreichs" genannt.
Anreise mit der Bahn
Der Weg in die Bretagne mit der Bahn führt über Paris. Von NRW kann man
von Köln aus mit dem Thalys direkt zum Gare du Nord nach Paris fahren (Reisedauer: Köln-Paris
ca. 4 Stunden). Reisende aus NRW und Norddeutschland, die am Gare du Nord, und reisende aus Süddeutschland, die am
Gare de l’Est ankommen müssen mit der Metro (Linie 4) oder Taxi den Bahnhof wechseln. Für den
Bahnhofwechsel sollte man 2 Stunden einkalkulieren, auch wenn es in der Regel wesentlich schneller geht. Vom Gare Montparnasse
im Süden vom Paris fährt der TGV Atlantique (Hochgeschwindigkeitszug: frz. Gegenstück zum ICE)
in etwas mehr als 2. Stunden nach Rennes und erreicht nach weiteren zwei Stunden und Zwischenstopps in St–Brieuc und
Morlaix die Hafenstadt Brest am westlichen Ende der Bretagne. Eine südliche Route führt von Paris nach Nantes und
La Baule.
Thalys: Fahrplan des Thalys.
Anreise mit dem Flugzeug ...
Drehkreuz für Flüge in die Bretagne ist Pariser Flughafen Charles de Gaulle; von hier
aus oder vom Flughafen Orly bestehen mehrere Flugverbindungen von Air France und dem regionalen
Partner–Carrier Brit Air nach Brest, Lorient, Quimper, Rennes und Nantes. Die bretonischen
Flughäfen von/nach Paris –Orly werden jeden Tag mehrmals angeflogen. Die Flugzeit ab Paris beträgt
ca. 50 bis 75 Minuten.
Charterflüge:
Günstige Charter– oder Campingflüge in die Bretagne gibt es nicht.
Einzige Möglichkeit: per Charter nach Paris und dort ein Linienflugticket kaufen; oder billiger und fast
genauso schnell mit dem TGW weiter fahren.
Billigflüge:
Nach Paris fliegen Air Berlin von zahlreichen deutschen Großstädten, EasyJet von
Berlin und Dortmund, Germanwings von Köln/Bonn und Stuttgart und dba von München.
Man kann aber auch von Deutschland aus über Southampton oder London mit Flybe oder Ryanair
in die Bretagne fliegen.
Einreise
Der offene Grenzverkehr wird an der deutsch–belgischen und belgisch–französischen Grenze
tatsächlich praktiziert. Da jedoch mit Stichproben gerechnet werden muß, sollte man einen gültigen
Personalausweis oder Reisepass dabeihaben. Ab Juni 2012 brauchen diejenigen Kinder, die bisher nur im Pass ihrer Eltern eingetragen waren, endgültig ein
eigenes Reisedokument.
Geld
Seit der Einführung des Euro am 01.01.2002 entfällt das lästige Umtauschen und
Umrechnen. Geldautomaten akzeptieren Visa–, Master– und EC–Karten. Kreditkarten sind in Frankreich
sehr populär und werden von fast allen Hotels, Restaurants und Geschäften akzeptiert. Besonders praktisch
auch auf den Autobahnen um die Maut zu bezahlen. Lästiges Kleingeld suchen entfällt und man ist schneller
durch die Mautstelle.
Die Zeit
In Frankreich gilt die mitteleuropäische Zeit wie in Deutschland. Auf dem
ca. 1100 km von Köln entfernten westlichsten Punkt der Bretagne geht die Sonne im Durchschnitt ca. 90 Minuten
später unter. Auf der westlich von Brest liegenden Insel Ouessnant (Finistère) ist es Ende Juni kurz vor
Mitternacht noch hell.
Unterwegs in der Bretagne mit PKW
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